.

.
home
Wörterhexe
über mich
Leistungen
Preise
Kontakt
Impressum
.
Probetexte
Referenzen
.
.
keyhole
tennstrich
.
Social Networking für Kleinunternehmer


Der Begriff soziales Netzwerk stammt ursprünglich aus der Soziologie und wurde zur Beschreibung sozialer Beziehungen innerhalb verschiedener Personengruppen benutzt. Mit seiner Hilfe konnte untersucht werden, wie Menschen sich in losen Gruppen organisieren, sich gegenseitig steuern und beeinflussen. Wesentlich für soziale Netzwerke ist das Fehlen eines übergeordneten Ziels. Jedes Mitglied der Gruppe verfügt über seine eigenen, ganz persönlichen Ziele. Die Art und Weise, wie sich diese miteinander verknüpfen und gegenseitig befördern, macht den Nutzen eines Netzwerks aus und bestimmt seinen sozialen Zweck.

Die Wirtschaft erkannte diesen Mechanismus schon lange bevor die Wissenschaft ihn beschrieb und hatte dafür ihre eigenen Begriffe. Vetternwirtschaft oder Seilschaft gehören zu den ältesten. Wenngleich eher negativ belegt, zeigen sie die Vorteile eines Netzwerks deutlich auf: gegenseitiger Nutzen durch persönliche Beziehungen.

Seit Beginn ihrer Erforschung haben sich soziale Netzwerke rasant entwickelt. Eine wesentliche Ursache dafür ist die neue Qualität der zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel. Schon immer war der Austausch von Informationen eines der wichtigsten Instrumente von Netzwerken. Durch das Internet ist Kommunikation raumübergreifend und zeitnah geworden und seitdem die Informatik die technischen Voraussetzungen für Online-Netzwerke bereitstellt, ist das Netz von Communities zu den unterschiedlichsten Themen bevölkert.

Die Hauptfunktionen dieser Online-Portale sind ein Profil zur Selbstdarstellung jedes Mitglieds, eine Kontaktliste und der direkte Nachrichtenversand zwischen den einzelnen Nutzern. Optional werden auch private Fotogalerien und Blogs für die Veröffentlichung persönlicher Inhalte angeboten und nicht selten bereichern Chats und Diskussionsforen den Austausch zwischen den Mitgliedern. Abgestufte Sichtbarkeitseinstellungen steuern die Öffentlichkeit der Informationen und ermöglichen die Bildung verschiedener Gruppen innerhalb der Netzwerke.

Bekannte Beispiele für Online-Portale sind facebook, Twitter oder SchülerVZ. Kleinere Communities widmen sich oft speziellen Themengebieten. Das Spektrum reicht von Singlebörsen über Hobby-Portalen bis hin zu Karrierenetzwerken.

Ihrer Tradition gemäß nutzt die Wirtschaft auch diese neue Form von sozialen Netzwerken zur Erlangung ökonomischer Vorteile. Besonders für Kleinunternehmer bietet sich hier die Chance, auch ohne die geballte Wirtschafts- und Finanzkraft großer Unternehmen eine stabile Marktposition zu erlangen.

Zum einen fördert das Internet den Gedanken, dass ein Mitbewerber nicht nur Konkurrenz, sondern auch Quelle nützlicher branchenspezifischer Informationen ist. Dabei spielt die räumliche Entfernung eine große Rolle. Man kämpft nicht um den gleichen regionalen Markt. So kommen die Vorzüge der Zusammenarbeit zum Tragen, ohne deren Nachteile in Kauf zu nehmen. Darüber hinaus setzt sich zunehmend auch bei direkten Konkurrenten die Überzeugung durch, dass man besser mit- als gegeneinander arbeitet. Deutlich zu erkennen ist das bei Netzwerken innerhalb der Internet-Branche, wo regionale Märkte ihre Bedeutung verlieren.

Zum anderen finden Kleinunternehmer über soziale Netzwerke leichter Kontakt zu potentiellen Auftraggebern. Es bedarf keines großen Werbeetats, um sich einem weiten Kundenkreis vorzustellen, sich ein Image oder eine Reputation aufzubauen. Einzig Zeit und genaue Kenntnis der diversen zur Verfügung stehenden Plattformen ist nötig. Dafür kommen sowohl rein geschäftlich genutzte Netzwerke wie XING oder auch die allgemeinen Internet-Communities facebook und Twitter in Frage. Außerdem empfiehlt sich das Führen eines Firmenblogs, da er die Online-Entsprechung der über das rein Geschäftliche hinausgehenden, persönlichen Kundenbeziehung ist. Diese war schon immer eine Domäne der Kleinunternehmer und begründet einen Großteil ihres Erfolgs.